…und noch ein Wort an die Berliner Piraten…

…besonders an die in Friedrichshain-Kreuzberg:

ich habe meine Wahlkampfbeauftragung nun doch niedergelegt, obwohl ich im letzten Blogpost noch etwas anderes angedeutet hatte. Niemand hat mir einen Vorwurf gemacht. Auch nicht, was die anderen abgegebenen Aufgaben angeht.
Für Euren Umgang mit der Sache möchte ich Euch danken. Ich hatte nichtmal des Gefühl, dass Leute enttäuscht von mir sind – und das, obwohl das durchaus begründet gewesen wäre. Wir haben, wie ich finde, guten Ersatz gefunden.

Warum der Sinneswandel?

Sinn und Zweck meines Rückzuges ist ja, zur Ruhe zu kommen und auch ein wenig aus dem Schussfeld. So reizvoll die Wahlkampfbeauftragung auch ist, mit dieser hätte ich eben dieses Ziel nicht erreichen können. Deshalb war es nur konsequent, auch diesen Schritt zu vollziehen. Seit dem Rückzugsblogpost hatte ich einige Gespräche, die überaus konstruktiv verliefen, wie ich finde. Es gibt viele Baustellen, bei denen ich mich einbringen kann – wenn ich wieder das Gefühl habe, glaubhaft arbeiten zu können. Ich habe bereits mit einigen gesprochen, die gern mit mir arbeiten wollen und um etwas Zeit gebeten. Auch hier habe ich zu danken, weil mich niemand drängt. Einige tolle, spannende und wichtige Projekte deuten sich da schon an, ich werde aber dazu jetzt noch nix verraten.

Ich werde nicht komplett von der Bildfläche verschwinden, mich jedoch aus einigen Dingen schlichtweg heraushalten. Auch mein Twitteraccount wird nicht verwaisen und ich werde weiterhin den Mund auf machen, wenn mich etwas stört. Ich habe insbesondere in den letzten Wochen eine Konstruktivität udn einen Umgang erleben dürfen, den ich in der Partei leider recht häufig vermisse. Das #LobDesTages bei Twitter ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe es nur für mich entdeckt und ziehe das derzeit noch recht standhaft durch. Bitte macht mit. Es ist zwar nur eine kleine Geste, aber sie bewirkt viel. Sagt Leuten, dass ihr sie und ihre Arbeit wertschätzt. Eine Partei, die schlussendlich nur noch passive Mitglieder hat, kann nichts erreichen.

Was ist nun alles passiert? Ich bin kein Navigator der Crew Herz aus Gold mehr. Ich habe der Crew meine Beweggründe deutlich machen können und auch, warum ich einen neuen Navigator für wichtig halte. Auch das mit der Ankündigungsliste ist geregelt, ich habe also keine offene Baustelle mehr.. Ab morgen heissts also dann erstmal: Abstand gewinnen, Ruhe gewinnen und neue Kräfte sammeln.

Ich mag zu viele von euch zu sehr, um komplett unterzutauchen. Ich werde also wohl auch wieder ab und an mal Crews besuchen oder einfach Leute treffen, wenn mir danach ist. In erster Linie werde ich mich aber zunächst um mich kümmern, wieder zum Sport gehen und so Sachen eben…

In diesem Sinne…

so long and thanks for all the fish!

Tanzverbot? Och nööö

…alle Jahre wieder entbrennt um Ostern herum die Diskussion ums Tanzverbot.

Warum bin ich da immer wieder dabei? Ich habe nicht die Angewohnheit, am Karfreitag tanzen zu gehen. Es geht mir auch eigentlich gar nicht um das Tanzverbot als solches, sondern um seine Symbolwirkung.
Ich sehe das Tanzverbot kritisch, weil es stellvertretend für eine Bevorzugung einer Religion von gesetzlicher Seite steht. Welches Gesetz regelt zum Beispiel, dass Menschen islamischen Glaubens nicht beim Ramadan gestört werden? Und wie will man das regeln, wenn irgendwann mal 2 verschiedene Religionen gegensätzliches Handeln wünschen? Wir haben in unserem Grundgesetz die Freiheit der Religion und auch den Gleichheitsgrundsatz festgehalten. Beides finde ich überaus wichtig.

Wenn z.B. Menschen am Karfreitag in einem Club tanzen gehen, die nicht christlichen Glaubens sind, soll man denen das wirklich verbieten, solang sie das eben nicht in einer Kirche oder davor tun? Sollte nicht vielmehr mit mehr Bildung für echten Respekt und echte Toleranz gesorgt werden? Verbote bringen immer auch Trotzreaktionen mit sich. Ich habe mich gerade an mehreren Fronten verteidigen dürfen, weil ich das Tanzverbot eben nicht gut finde. Nein, ich bin kein Mensch, der heute in die Kirche geht, um zu tanzen. Gefühlt habe ich mich aber so, zumindest, was die Diskussionen anging.

Ich halte es für wichtig, dass Gläubige in diesem Land gleiche Voraussetzungen haben, wie nicht Gläubige und auch, was die verschiedenen Religionen angeht. Nein, ich möchte den Gläubigen nicht ihre Feiertage „wegnehmen“. Und nein, ich ruhe mich nicht auf religiös dahergebrachten Auszeiten wie Sonntagen oder Feiertagen aus. Ich arbeite immer wieder sonntags, auch an Adventssonntagen. Und ich bin da nur einer von vielen. Ja, Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte eine christliche Prägung. Von einigen Feiertagen profitieren alle, auch die bösen Atheisten. Es kam z.B. sinngemäß der Spruch „mal sehen, wie die Atheisten heulen, wenn Sonn- und Feiertage abgeschafft werden“. Ich bin nicht der Meinung, dass Menschen ohne freie Tage zwischendurch ununterbrochen gute Arbeit machen können. Wir brauchen zwischenzeitlich Erholungspausen. Diese Funktion übernehmen Sonn- und Feiertage nunmal auch. Nochmal: ich will Sonn- und Feiertage nicht abschaffen. Arbeitsplätze (also echte, von denen man leben kann) werden immer weniger in diesem Land. Wir können uns erlauben, 1 oder 2 Tage in der Woche frei zu machen. Nein, wir MÜSSEN uns das erlauben. Ob das nun zwangsläufig der Sonntag sein muss, sei dahingestellt. Ein einheitlicher Wochentag ist aber z.B. für Familien wichtig, egal, ob sie glauben oder nicht. Was Feste wie Ostern oder Weihnachten angeht: Weihnachten bedeutet für mich Stress, viel Arbeit und Hektik  Es hat für mich nichts mit „Fest“ oder so zu tun. Im weltlichen Sinne hat es sich halt auch als Familienfest entwickelt (aus dem christlichen heraus halt), was es aber eben nicht zwangsläufig für Anhänger anderer Religionen ist. Von mir aus arbeite ich eben Weihnachten, Ostern oder Pfingsten.

Wer hindert uns denn daran, anstelle bundeseinheitlicher religiöser Feiertage ein paar weltliche einzuführen? Man könnte den Sommeranfang feiern oder was auch immer. Ein paar einheitliche Feiertage sind gut und nützlich, genau wie freie Tage in der Woche. Was spricht dagegen, religiösen als auch nicht religiösen Menschen einen höheren Mindesturlaub zuzugestehen, den sie dann für IHRE Feiertage nutzen können? Mit welchem Recht müssen Einwohner einiger Bundesländer mehr arbeiten als die anderer?

Ich möchte, dass alle Menschen „ihre“ Feiertage haben. Ich sehe nicht, warum Atheisten keine Feiertage haben sollen. Ob das nun christliche sind oder nicht, halte ich da für eher unwichtig, dann ists halt Urlaub oder was auch immer. Der Gleichheitsgrundsatz sagt mir aber: freie Tage müssen für alle gleich viele sein, wenn sie gesetzlich vorgegeben werden.

Mit meiner Haltung wurde mir auch schon Respektlosigkeit vorgeworfen. Respektlosigkeit gegenüber einer Kirche, die mich als Menschen, wie ich bin, nicht akzeptiert. Nun: die KIRCHE respektiere ich in der Tat nicht, ich habe keinen Grund dazu. Ich respektiere jedoch religiöse Menschen und auch ihren Glauben. (Ich habe mal im Aussendienst mit einem streng gläubigen Muslim zusammengearbeitet und wir haben uns bestens verstanden. Es gab IMMER Gelegenheit für seine Gebete. Ich hatte dann halt einfach mal Pause oder was auch immer.) Ich wünsche mir, dass Respekt, Akzeptanz und Toleranz keine Einbahnstraßen sind. Ich wünsche mir das alles in BEIDE Richtungen. Und denken wir doch bitte daran: es gibt Berufe, die weder Sonn- noch Feiertage kennen. Also: abregen, durchatmen und vernünftig und in Ruhe miteinander über mögliche Veränderungen diskutieren. Nicht pöbeln, nicht provozieren. Das hat noch nie zu Gutem geführt.

Zurück auf Start?

Tja, hier ist nun besagter Blogpost, den ich heute im Laufe des Tages angekündigt hatte. Stattdessen klemme ich mir die beiden anderen (quasi fertigen) Posts zum Thema Geiz und zur Frage, warum die Berliner Piraten bei der Teilausschreibung der Berliner S-Bahn nicht kooperativer waren.

Warum dies?

Leute, die mich ein wenig kennen, haben in den vergangenen Tage/Wochen sicher schon mitbekommen, dass es etwas ruhiger um mich wurde, insbesondere, was Piraten angeht. Ich habe nachgedacht. Nachgedacht über Dinge, die ich getan/erreicht habe, nachgedacht darüber, ob/wie ich weiter mache und ob ich die Kraft dazu noch habe. Ich bin zu keinem 100%igen Ergebnis gekommen, aber doch zu einem Ansatz.

Damit Ihr versteht, worum es geht, möchte ich einen kleinen Trip in die Vergangenheit mit euch machen.

Der Anfang war irgendwann im Sommer 2011. Auf einem Strassenfest wurde ich überhaupt erst auf die Piraten aufmerksam und fing an, mich mit der Partei und ihren Zielen zu beschäftigen. Beim CSD intensivierte sich der Kontakt und ich war hellauf begeistert. Endlich eine Partei, bei der ich wirklich mitmachen und etwas bewegen kann. Zur Wahlparty am 18.9. unterschrieb ich meinen ersten Mitgliedsantrag für eine Partei überhaupt. Das Piratige Mandat gefiel mir und ich probierte es aus. Ich lief mal eben los und sammelte Wahlplakate ein, überzeugte andere Leute, dabei zu helfen und hatte Spaß dabei. Allein hab ich dann „umgerechnet“ wohl schätzungsweise halb Friedrichshain abgehängt, +/- x. Ich glaube, bei diesen Aktionen habe ich auch einige heute tolle aktive Piraten mit dem Tatendrang angesteckt. DARAUF bin ich stolz!

Ich war zunächst leidenschaftlicher Crewhopper*, schlug hier und dort auf, sammelte mit Piraten Unterschriften für den S-Bahn-Tisch usw. Was mich störte: Im Norden Friedrichshains gab es nicht eine Crew. Diverse Piraten waren der Meinung: „Ne Crew im Norden? Geht nicht“. Ich machte ein Pad auf und suchte Leute, die mitmachen wollten. Am 23.11. gründeten wir unsere Crew**, die Herz aus Gold. Seit diesem Tag bin ich dort der Navigator***.

Unter anderem haben wir recht schnell gemerkt, dass es für neue Leute in der Partei schwierig ist, sich zurecht zu finden. Wir veranstalteten ein Neupiratentreffen. Ausserdem haben wir in lockerer Folge Mitglieder unserer Fraktion im AGH eingeladen, um Kontakt zu halten und Feedback geben zu können. Wir wollten usn informieren. verstehen, anstatt zu meckern.

Dann haben wir in diesem Landesverband noch eine moderierte Ankündigungs-Mailingliste. Diese war/ist immer eine der Empfehlungen für neue Mitglieder, weil hier eigentlich nur wichtige Ankündigungen fast ohne Grundrauschen kommen, man muss nicht groß filtern und weiß Bescheid. Die damaligen Administratoren hatten dank der Wahlergebnisse den Kopf voll, das merkte ich an den z.T. langen Laufzeiten (bis zu 2 Wochen). Also bot ich meine Hilfe an und sie wurde angenommen. Das mache ich nun seit Dezember 2011. Irgendwann wurde ich vom Moderator zum Admin gemacht, ich hab keine Ahnung mehr, wann das war. Eines Tages schrien alle nach verbindlichen Regeln für diese Liste. Da aber kaum jemand welche aufstellen wollte… machte ich ein Pad auf. Inzwischen hinzugewonnene Moderatoren und ich kippten unsere Gedanken hinein. Der damals scheidende Vorstand wollte das lieber über LQFB**** erfragen, also stellte ich eine Ini ein, die zu guter Letzt erfolgreich war und vom mittlerweile neuen Vorstand bestätigt wurde.

Beim CSD 2012 sprang ich kurzfristig als „Strampler“ für die Tram Berta ein, liess mich von Leuten am Straßenrand stellvertretend beleidigen. Naund? Mit großem Spaß nahm ich auch an Anti-ACTA im kalten Februar teil und opferte meinen Geburtstag. Weil es das wert war. Ich stand 2013 protestierend vor der russischen Botschaft. Mit Stolz. Und mit Queeraten*****-Fahne.

Wir haben auch ein ÖPNV-Squad, in dem ich Mitglied war, die entsprechende Mailingliste „besorgt“ und auch administriert habe. Weil ich nicht wirklich oft zu den Treffen konnte, hatte ich angeboten, online mitzuhelfen, wo ich kann. Irgendwann war ein Punkt erreicht, an dem das Passwort für die Mailingliste erfragt wurde, ich fühlte mich nicht mehr willkommen und zog mich zurück, was der Ansprechpartner dieses Squads noch durch Gespräche zu verhindern suchte. Ich hatte mich nicht umstimmen lassen.

Ich habe immer versucht, Gräben zuzuschütten, anstatt neue auszuheben, habe versucht, Kompromisse zwischen verstrittenen Leuten zu finden und zu vermitteln, Kontakte herzustellen usw. Und ich kümmere mich auch gern um kleine Dinge. Weil sie auch dazu gehören.

Meine Bilanz ist nun irgendwie ernüchternd. Unsere Inhalte (ja, die haben wir) sind inzwischen hinter Querelen, Streitereien, Skandälchen etc kaum noch zu sehen. Viele Leute schindern wie bekloppt und ihre Arbeit wird kaum wahrgenommen. Das ist frustrierend. Ich konnte hier NICHTS erreichen.

Die Crew: sie wird immer kleiner. Mögliche Tagesordnungen bastle ich allein. Oder auch nicht. Denn ich möchte eben nicht Top-Down arbeiten, was ich auch immer ganz klar zum Ausdruck brachte. Wenn niemand was für die TO hat, gibts halt keine mehr. Wir hatten mehrere Streitereien, von denen die meisten aber produktive Ergebnisse hatten. Bis auf die letzte, die ich bis heute nicht durchschaue. Mehrere Gespräche und eine versuchte Schlichtung waren erfolglos. Mir wird von einer Person nachgesagt, ich hätte sie als ehemaligen Stasi-IM diskreditiert/diskreditieren wollen. An dieser Stelle nochmal: sowas liegt mir fern. ich habe einen Heidenrespekt vor Leuten, die der Stasi damals die Stirn boten. Ich wüsste nicht, ob ich das könnte. Eine Kommunikation mit besagter Person ist unmöglich geworden.Eben jene Person organisiert Dinge mit/für die Crew, wünscht jedoch keinen Kontakt mit mir, und verweigert ihn auch. Mit besagtem Menschen hatte ich übrigens zuvor wirklich gut und gerne zusammengearbeitet und ich habe diesen sehr geschätzt. (Ein Blog, in dem diverse Vorwürfe gegen unseren Käptn und mich gemacht wurden, verschwand wundersamerweise ausgerechnet um den Zeitpunkt der Aufstellungsversammlung für die Berliner Landesliste.) Zum Protest an der Eastside Gallery bin ich nicht gegangen, um nicht auf diese person zu treffen. Damit kann ich mein Pöstchen als Navigator nicht mehr sinnvoll füllen: Gescheitert. (Anmerkung 11.3.2013: genanntes Blog ist nun doch wieder online, nein, ich werde es NICHT verlinken)

Die Ankündigungsliste: Leute schrien erst nach Regeln, jetzt wollen sich viele nicht dran halten. Nun gut. Von einer Person wurde mir kürzlich Zensur vorgeworfen. Diesen Vorwurf konnte ich (hoffentlich) entkräften. Da es sich um ebenjene Person handelt, um die es auch bei der Crew geht, kann ich deren Mails nicht unvoreingenommen bearbeiten, da der Zensurvorwurf ja auch ganz schnell wieder da sein könnte. In der LQFB-Ini habe ich mich klar gegen Zensur ausgesprochen. Ich lasse sie derzeit also liegen für die anderen Moderatoren. Nicht mein Anspruch: Gescheitert.

Inklusion: Es gibt seit Januar eine Pledge******, bei der es darum geht, Menschen mit speziellen Bedürfnissen den Zugang zu Bundesparteitagen zu ermöglichen. Ich habe viel dafür geworben. Von den notwendigen 1000 Unterstützern (die Partei hat ca 35000 Mitglieder) haben wir zum Zeitpunkt, zu dem dieser Eintrag erstellt wurde, 128 zusammen. Es geht um 10 Euro pro Nase. Leute streiten sich offenbar lieber über andere Dinge und spenden scheinbar lieber für BuVo-Neuwahlen. Auch an dieser Stelle bin ich damit: enttäuscht und Gescheitert.

Was ich beobachte: Ich rauche mich ohne Ergebnis auf. Das ist so sinnlos und bringt weder mir noch der Partei etwas. Beim Versuch, Streitigkeiten zu schlichten, bin ich nun selbst unglaubwürdig geworden. All das lähmt mich und lässt mich zweifeln. Also was nun?

Da dieser Blogpost mit niemandem abgesprochen ist und ich nicht möchte, dass das Leute eiskalt erwischt, werde ich zum 31.3.:

* als Navigator der Crew Herz aus Gold zurücktreten, da ich der Crew nicht schaden will. Ich muss ja annehmen, dass Leute glauben, was ihnen erzählt wird.

* die Administration/Moderation der Berliner Ankündigungsliste abgeben.

* mich zunächst erstmal in die Inaktivität zurückziehen, sofern mir das gelingt. Es schreien genug Leute rum, die es wohl besser können, sollen diese ruhig mal tun.

* was die Wahlkampfbeauftragung angeht: Wir sind zum Glück zu dritt. Die AV für Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost liegt in guten Händen. Hier kann ich nicht allzuviel versauen. Ich möchte versuchen, wenigstens diese Beauftragung ein wenig (nach meinen Kräften) auszufüllen, sofern das noch gewünscht ist. (Kommentare sind erlaubt)

Ich bitte hiermit um Entschuldigung bei allen Leuten, die dieser Schritt jetzt überraschen sollte, ich bitte auch um Verständnis. Nein, ich trete NICHT aus der Partei aus. Zuviele tolle Leute haben mich davon überzeugt, dass das falsch wäre. Ich halte diesen Schritt für wichtig und sinnvoll. Zumindest aus meiner Sicht. Ich brauche derzeit ein wenig Abstand und Ruhe. Ich komme wieder. Wenn Ihr das wollt und ich es kann.Ausserdem möchte ich mich auch bei all denen, mit denen ich mich schon im Vorfeld unterhalten habe, die mich motivieren wollten, für diesen Schritt entschuldigen. Ihr habt mich vor ner voreiligen Aktion bewahrt.

Ich möchte wieder mit tollen Leuten tolle Aktionen machen, ohne Intrigen, Neid und was auch immer. Für unsere Zukunft.

So long and thanks for all the fish!

Erklärungen für Nicht-Piraten:

* Crewhopper: eine Person, die andere Crews besucht

** Crew: ein meist kleinerer Haufen Leute, die sich lokal begrenzt sozial vernetzen. Eine Crew ist ein informelles Ding, kein Ortsverband oder dergleichen. Nicht alle Landesverbände haben auch Crews. Es gibt sehr unterschiedliche Crews, solche, die sehr viel thematische Arbeit tun und solche, die einfach mal gemeinsam reden udn was trinken wollen. Bei uns hat sich das irgendwie in der Mitte getroffen.

*** Navigator: ist eine Person in der Crew, die das Ganze nach innen zusammenhalten, koordinieren soll. Manche Crews nennen diese Leute auch 1. Maat oder irgendwie anders, ist halt informell. Es gibt oft auch noch einen Käptn oder eben was anderes (Geschlecht wurscht), der/die das Ganze nach aussen hin mehr oder weniger vertritt.

**** LQFB: kurz für Liquid Feedback, das ist ein Onlinetool, um Meinungsbilder einzuholen, es gibt hier verschiedene Instanzen und auch nicht jeder Landesverband nutzt es.

***** Die Queeraten: sidn eine bewegung innerhalb der Partei, die sich für die Belange „queerer“ Leute, also z.B. homo-,trans- oder anders sexueller Menschen einsetzen.

****** Pledge: Eine Versprechensdatenbank. Man kann ein Versprechen abgeben, das man erfüllt, wenn es eine festgelegte Anzahl an Leuten ebenfalls tut. Meine 10 Euro habe ich sofort überwiesen.